Raspberry Pi 2 – Das Betriebssystem

Wie jeder Computer oder Rechner braucht auch der kleine Raspberry Pi 2 ein Betriebssystem. Dieses wird auf der microSD-Karte installiert, und kann so auch durch einfaches tauschen der Karte gewechselt werden. Da ich den kleinen Pi – wie schon beschrieben – als Mediencenter benutzen möchte, habe ich mich etwas genauer bei den fertigen Mediencenter-Images umgesehen, welche auf der Mediencenter-Software Kodi (früher XBMC -> XBoxMedienCenter) basieren.

Bevor ich aber auf die Mediacenter-Software bzw. die Images eingehen möchte, muss ich kurz etwas ausholen. Das offiziell unterstützte Betriebssystem der Raspberry Foundation für den PI ist Raspbian. Das auf Debian-Linux basierte System setzt normalerweise auf die grafische Oberfläche LXDE. Angeblich soll dieses OS die beste Unterstützung für das Zusammenspiel von Hardware und Betriebssystem auf dem Pi bieten.

Das ganze habe ich erwähnt, da beide von mir getesteten Mediacenter-Betriebssysteme auf Raspbian aufbauen. Der Kern ist also Raspian, auf dem man anstelle der grafischen Oberfläche eben die Mediacenter-Software Kodi nutzt. Folgende Images habe ich getestet:

OSMC (Open Source Media Center)

Laut diverser Foren und Blogs soll dieses Image am Besten laufen. Meine Erfahrungen sehen allerdings etwas anders aus. Zur Installation gibt es einen Installer, welche für die gängigen Betriebssysteme Windows, Mac und Linux zur Verfügung steht. Da ich auf einem Mac-System arbeite, habe ich natürlich den Installer für den Mac genommen. Man wird geführt durch die Installation und kann Parameter wie die Version (ich habe 2015.11-1 gewählt, die neueste), etc. einstellen. Sogar kann man sein WLAN (falls Adapter vorhanden) vorkonfigurieren, so dass der Pi direkt Internetzugriff hat. Im Anschluss lädt der Installer das Image und „brennt“ es direkt auf die microSD-Karte, welche ich im Kartenleser des Macs stecken hatte.

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Sehr einfache Installation… Ist der Vorgang abgeschlossen kann die SD-Karte ausgeworfen werden und in den Pi eingelegt werden. Ist dies erledigt und dieser wird mit Strom versorgt startet automatisch die Installation. Hierbei werden Partitionen etc. angelegt und die Hauptdateien geschrieben.

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Nach der Installation kann man sein OSMC-Betriebssystem über ein „Addon“ in der Software Kodi konfigurieren:

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Ebenso lässt sich Kodi genau so anpassen, wie man es evtl. vom PC schon gewohnt ist. Allerdings lief bei mir das System alles andere als flüssig und gut. So hatte ich öfters längere „Hänger“ über mehrere Sekunden und auch bei vielen Plugins kam immer nur ein Fehler beim Versuch einen Stream etc. zu öffnen. Und das nicht nur bei Randgruppenaddons, sondern auch bei YouTube usw. Lag es vielleicht an der Installation über den Installer? Hmmm….

Ich habe nicht großartig weiter probiert, sondern wollte mir direkt mal OpenELEC ansehen und dieses probieren. Demnächst starte ich dann nochmal mit einem OSMC-Test mit eigener Installation, also nur das Image auf die SD-Karte schreiben.

OpenELEC (Open Embedded Linux Entertainment Center)

Für die Installation von OpenELEC gibt es keinen Installer, aber für die jeweiligen Betriebssysteme gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, welche im Prinzip auch recht simpel ist und die meisten verstehen sollten. Hier kann man allerdings kein Netzwerk vorkonfigurieren. Die Installation ist damit zwar etwas umständlicher, aber auf das Ergebnis kommt es ja bekanntlich an. Ich habe übrigens die aktuelle Version 6.0.0 installiert. Wie bei OSMC wird hier für die primäre Software Kodi (Version 15.2 Isengard) ein Add-On installiert, über welches das System konfiguriert werden kann.

Das System lief bei mir sehr zügig und zuverlässig. Probleme hatte ich keine. Ich war gespannt wie es denn mit der Systemlast etc. während eines Streams aussieht und war doch überrascht. Die CPU-Auslastung hat die 20% Marke nie überschritten und auch genug Arbeitsspeicher war jederzeit vorhanden.

osmc-openelec - 1 osmc-openelec - 2

Gemeinsamkeiten

  • Beide Systeme basieren auf Raspbian Linux
  • Beide Systeme laufen mit Kodi 15.2 Isengard
  • Beide Systeme lässen sich über ein Add-On konfigurieren
  • Beide Systeme booten zügig in Sekunden
  • Beide Systeme erkennen meine Tastatur-/Touchpad-Kombi und den WLAN-Adapter Out of the Box

Weitere Betriebssysteme

Hier alle weiteren Betriebssysteme aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Selbst an Mediacenter-Betriebssystemen ist das bei weitem nicht alles. Eine gute Übersicht der wichtigsten Betriebssysteme findet man auf der offiziellen Seite von der Raspberry Pi Foundation. Ich finde u.a. auch das Ubuntu Mate Image sehr interessant.

Ich glaube ich werde hier in nächster Zeit auch mal ein paar normale Desktop-Distributionen (Raspbian, Ubuntu, RISC OS, Windows 10 IoT Core) testen und berichten. besonders das Windows 10 Internet-of-things Image und das RISC OS finde ich interessant, auch weil diese nicht auf Linux basieren.

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