Alter Mac mini als Mediacenter

Ich hatte ihn schon fast vergessen… Doch er war noch da! Mein alter Mac mini aus dem Jahre 2007, einer der überarbeiteten 2. Generation. Dieser ruhte nun seit 2011 im Keller und wurde nicht mehr genutzt. Warum diesen nicht als Mediacenter nutzen um mal ein paar Filme wiederzugeben oder Streamingdienste nutzen? Ein Versuch ist es doch wert… Bevor er noch mehr Staub ansetzt und vor sich hin altert.

Hier mal ein paar Eckdaten:

  • Prozessor: Core Duo mit 2x 1,66 GHz
  • RAM: 1GB DDR2 (aufgerüstet, Serie waren es 512MB)
  • 60GB HDD
  • Bluetooth, WLAN, Grafik, Firewire, Fernbedienung (IR) vorhanden
  • OS: Mac OS X 10.4 Tiger

Klingt erstmal gar nicht so schlecht, vor allem da das Betriebssystem OS X Tiger recht sparsam ist. Aber genau hier geht das Problem los: Das Betriebssystem wird nicht mehr supported, es gibt also keine Sicherheitsupdates.

Ok, erstmal einen aktuellen Browser aufspielen. Hier geht das Problem weiter: Firefox bietet keine Version mehr an, welche mit diesem OS funktioniert. Letzte lauffähige Version ist 3.6. Da wir mittlerweile (Stand: Januar 2016) bei Version 43 angekommen sind, sieht man wie alt die Version wäre. Auf dieser laufen auch keine Plugins mehr, oder nur noch sehr wenige. Ähnlich wie bei Firefox verhält es sich mit Chrome: Auch dieser setzt OS X 10.6 voraus.

Wir wollen ja aber nicht surfen, sondern einen Mediacenter. Hier sollte Kodi zum Einsatz kommen. Die aktuelle Version (Stand Januar 2016: Kodi 15) setzt allerdings auch OS X 10.7 voraus. Ok, können wir nicht bieten, also tasten wir uns zurück. Ich glaube eine Version (damals noch XBMC) der 12.x Serie hatte funktioniert. Na geht doch! Denkste! Für diese Version gibt es kaum noch kompatible Add-Ons, was Kodi bzw. XBMC etwas sinnlos macht.

Ich komme also nicht um ein Upgrade des OS X rum. Also habe ich 10.6 „Snow Leopard“ installiert, welches in der Version 10.6.8 das letzte offizielle Release für den Mac Mini dieser Generation war. Naja, immerhin etwas. Nach der Installation folgten erstmal einige Updates. Danach lies sich auch Firefox in der aktuellen Version problemlos installieren. Na geht doch.

Allerdings, wie oben schon beschrieben, fordert Kodi in der aktuellen Version OS X 10.7. Auch hier musste ich wieder auf eine ältere Version nutzen. Lauffähig war Version 14.1 (Helix). Aber auch hier gab es erst Probleme mit Add-Ons, welche nicht mit dieser Version funktionierten.

So langsam hatte ich das Gefühl, es geht hier nicht weiter. Neuere OS X Version geht nicht offiziell, neueres Kodi geht nicht mit altem OS X… Ein Teufelskreis.

Ich entschloss mich, mir einen Raspberry Pi 2 zu bestellen, und den Mac mini als funktionierenden Surf-PC mal aufzuheben. Auch wenn das langfristig auch nicht wirklich viel Sinn haben wird, aber ich kann mich so schlecht trennen. 🙂

Eine mögliche Alternative möchte ich aber nicht vorenthalten, habe ich aber auf Grund des günstigen Anschaffungspreises des Raspberry Pi 2 nicht mehr ausprobiert: Seit OS X Version 10.5 (also auch in meiner Version) gibt es die Software Boot Camp. Boot Camp ermöglicht es Windows parallel nativ zu installieren und liefert die Treiber zur Hardware mit. Denkbar wäre es, Windows 7 auf dem Mac mini zu installieren, auf dem wiederum Kodi in der aktuellen Version laufen sollte. ABER: Auf Grund der technischen Details des Macs halte ich es für unwahrscheinlich, dass das alles gut und flüssig läuft. Für ein OS X reichen die Spezifikationen vielleicht, aber für ein Windows 7 sehe ich total schwarz. Zumindest in der Vorstellung hier mal was in HD zu streamen. Der Speicher ließe sich zwar theoretisch noch auf 2GB erweitern, aber für den Preis bekomme ich auch einen Raspberry Pi, welcher auch aus ökologischer Sicht sicherlich sinnvoller ist.

Titelbild: „mac mini intel“ von Roger Hsueh, Flickr

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