Langzeitprojekt: RC-Sportboot – Teil 1

Im Jahre 2014 hatte ich die Idee mir ein eigenes ferngesteuertes Sportboot zu bauen. Erfahrungen im RC-Bereich hatte ich ja ausgiebig schon durch Autos. Jedoch war hier das höchste der Gefühle ein fertiger Bausatz, der noch zusammengebaut werden musste. Jetzt sollte es ein Boot werden. Ein offenes Sportboot, fast komplett aus Holz. Nur auf Basis eines Bauplans aus einer Zeitschrift. 

Der Bauplan ist aus der Zeitschrift SchiffsModell und war den Ausgaben Oktober und November 2014 beigelegt. Ich hatte mir die Ausgaben nachträglich im Shop geordert. Der Bauplan umfasste zwei große Zeichnungen mit den Spanten im Halbschnitt, einigen anderen Teilen und einer Gesamtansicht. Dazu noch sechs Seiten in der Zeitschrift, die nochmal paar Tipps enthalten. Ich plane das Boot übrigens mit einem anderen Aufbau, mit einer Liegefläche hinter der Sitzbank, ähnlich der Riva Aquarama.

 

Aus Copyright-Gründen habe ich mal Sterne auf den Plan mit eingebaut, auch wenn ich mir sicher bin, dass man mit der kleinen Version wenig anfangen kann. Sicher ist sicher.

Technische Daten – Offenes Sportboot „Boesch“

  • Länge 83,5 cm
  • Breite 23,5 cm
  • CWL 77 cm
  • Maßstab ca. 1:12
  • Entwurf & Konstruktion von K.-E. Jenczok
  • Antrieb durch zwei Motoren

Wie schon geschrieben, mein erstes Boot und demnach auch mein erstes nach Bauplan. Ich habe mir als erstes das benötigte Sperrholz und Holzstäbe bzw. Leisten bestellt. Dazu passend eine kleine Dekupiersäge von Proxxon, die das ganze vereinfachen soll. Während ich auf das Material wartete, begann ich schonmal den Plan zu digitalisieren. So habe ich alles einzeln auf einem DIN A4 Scanner eingescannt und am PC zusammengefügt. So konnte ich auch die Spanten etc. einzeln ausdrucken, um diese auf das Holz zu kleben. Ebenso habe ich mir auch den Plan nochmal ausgedruckt, damit meinem Original nichts passiert…

  

Nachdem das Holz da war konnte es losgehen… Zunächst die Spanten einzeln, dann der Kiel… Diesen habe ich dann direkt an der Stelle, wo das Stevenrohr (die Antriebswelle) durch muss aufgefüttert, damit genug „Fleisch“ zum Bohren da ist. Diese Bohrung wurde dann auch erledigt.

Sägen, sägen, sägen…

 

Der Rumpf

Nun konnte der Kiel auf die Helling, eine Hilfsplatte montiert werden. Ebenso konnte auch die Position der Spanten eingezeichnet werden und diese anschließend ausgerichtet und verleimt werden.

Das war ne ganz schön wackelige Konstruktion. Aber mit dem einleimen der Leisten sollte es besser werden… Diese kamen auch als nächstes. Die Position in den Spanten war ja eindeutig. Allerdings war die Biegung doch recht groß, was am Anfang nicht funktionierte. Erst nach dem bewässern hat das funktioniert, denn durch die Feuchtigkeit ist das Holz biegsamer geworden.

Nun konnte das Gerippe beplankt werden. Hierzu habe ich zunächst die Planken groß zugeschnitten und mit der rechten Seite angefangen, indem ich die Planke auf das Skelett geleimt habe. Damit alles hält wurde beschwert… Nach der rechten Seite kam der rechte Boden. Dann wieder die linke Seite und der linke Boden. Immer gut verleimen und mit viel Gewicht beschweren und die Klammern nicht vergessen 🙂

Nachdem ich die überstehenden Reste abgeschliffen habe, wurde der Boden ordentlich gespachtelt. Damit ich oben besser an dem Boot arbeiten konnte, wurde aus Resten schnell ein Bootsständer gebaut. Recht einfach gehalten, aber funktional.

 

Als nächstes wurde die Spitze auf der Oberseite verschlossen. Dies war recht einfach, da es nur ein Brett war, das aufgeleimt werden musste. Danach ging es an die Planung des Innenausbaues und die Positionierung der RC-Komponenten. Dazu wurde auch schonmal das Servo auf einem Servobrett und das Ruder montiert. Ebenso die Seitenwände von innen.

RC-Planung und Innenausbau

Das Boot soll später hinten über eine Klappe verfügen, um noch an das Ruder und Servo zu kommen. Dazu wurde ein zusätzliches Brettchen eingeleimt. Der Akku soll später unter der Sitzbank Platz finden. Zum Planen musste ein Stück Pappe her halten.

Danach wurde die „richtige“ Sitzbank aus Sperrholz zugeschnitten, mit Schaumstoff aufgepolstert und mit Leder bezogen. Passt doch schonmal ganz gut und der Akku findet darunter auch Platz. Da die Rückenlehne dieser nun fest verbaut wurde, konnte ein weiteres Teil des Oberdecks dahinter eingeklebt werden. Das Sitzteil bleibt beweglich, um den Akku zu wechseln.

Weiter ging es mit dem Einharzen vom Stevenrohr. Hierzu habe ich normales Epoxidharz verwendet und einiges an Verdicker hinzugefügt. Danach habe ich ein Motorbrettchen eingeleimt und eine Motorhalterung auf dieser befestigt. Der Motor konnte nun also mit Kupplung verbaut werden. Dazu die passende Schraube und theoretisch könnte es nun vorwärts gehen 🙂

Nun konnte auch das Oberdeck komplett verschlossen werden. Zwischenzeitlich habe ich das komplette Boot übrigens auch mal mit Epoxidharz von innen und aussen versiegelt.

Jetzt wird es edel

Nach dem das Boot oben geschlossen war ging es mit dem Beplanken weiter. Schließlich sollte das Boot oben etwas edler werden. Dazu möchte ich das Boot mit edlem Mahagoni-Holz beplanken. Als Kontrast habe ich zwei „Rallyestreifen“ aus Ahorn eingearbeitet.

Leider ging es hier dann auf Grund des fehlenden Kellers nicht mehr weiter. Aber da ich jetzt eine Garage habe, wird es irgendwann weitergehen… Zumindest in der Theorie. Da das ganze aber ein Langzeitprojekt ist, habe ich mir keine zeitliche Grenze gesetzt. Es ist noch einiges an Material da und kann verarbeitet werden.

Soviel an dieser Stelle als Bericht aus den letzten zwei Jahren, wenn es etwas neues gibt werde ich in einem neuen Beitrag davon berichten.

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