Unexpected Run im Ruhrpark Bochum

Am letzten Freitag war es soweit: Mein erster Laufwettbewerb! Ja, richtig gelesen, ein Laufwettbewerb. Doch wie kam es dazu? Ich hatte mir beim Sport das Handgelenk verletzt und musste dadurch sechs Wochen auf das Rad fahren verzichten. Um die Zeit zu überbrücken bin ich Laufen gegangen. Um einen Ansporn zu haben, setzte ich mir ein Ziel. Hier kam die Veranstaltung „Unexpected Run“, der „Parkhaus P6-Höhenlauf“ vom Ruhrpark Bochum ins Spiel.

Es handelt sich hierbei um eine Laufveranstaltungen mit mehreren Läufen. Die Teilnehmer hatten die Wahl aus diversen Strecken (4,5km, 8,9km, Staffel oder der Kinderlauf), die jeweils mehrere Runden durch das ganze Parkhaus P6 beinhalteten. Das ganze war für einen guten Zweck, denn der Ruhrpark spendet für jeden Teilnehmer zwei Euro, und für jeden Finisher nochmals zwei Euro für den Guten Zweck, nämlich Lichtblicke e.V. Ich wählte die 4,5km Strecke (3 Runden á 1440m).

Ich hatte rund vier Wochen Zeit mich vorzubereiten, wobei ich mich am Anfang überschätzt hatte und mir das ganze leichter vorgestellt habe. Zu meinem Trainingseinstieg und die ersten Fortschritte werde ich demnächst noch einen extra Beitrag verfassen. Um es kurz zu machen: Beim letzten Training vor der Veranstaltung lief ich 4,5km mit 3 kurzen Gehpausen und einer Gesamtpace von 7:08 min/km. Daraus setzte ich mir ein Ziel von 35 Minuten.

Mein Lauf, der Body Attack Aufsteigerlauf sollte um 17.45h starten. Ich war zusammen mit meiner Familie etwas zu früh vor Ort und konnte schon meine Startunterlagen an der Medi-Therme abholen. Da hatte ich sie und so langsam wurde mir klar, dass es endlich soweit ist. Die Nervosität war da.

Die Startnummer 181 gefiel mir. Noch kurz im Ruhrpark paar Kleinigkeiten einkaufen, dann ging es recht zeitig zum Parkhaus P6, meinem Endgegner an diesem Tag. Dort war gerade der Kinderlauf zu ende und manche liefen sich schon warm. So die Start- und Zielgerade zu sehen ist dann doch wieder etwas anderes. Die Nervosität steigt weiter. Jetzt wird es ernst und ich statte mich mit der Startnummer aus. Praktisch, versteckt sogar etwas die Wampe 😀

Auf der Fahrt zum Ruhrpark machte ich mir Gedanken zur Kraftaufteilung. Mein Ziel war es, die erste Runde in ca. 10:30min, die zweite in 11:30min zu laufen, für die letzte hätte ich dann 13min übrig, um in meinem Ziel zu bleiben. Im Training bemerkte ich oft, dass wenn ich zu schnell starte, es hinten heraus einfach fehlt.

Durch die Hitze holte ich mir noch einen Becher Isogetränk, was nicht die beste Lösung war, dazu gleich mehr. So gegen 17:40h verabschiedete ich mich von meiner Familie und begab mich in der Startaufstellung an das Ende, schließlich wollte ich den ambitionierten Läufern nicht im Weg stehen. Ich startete also direkt vor dem Besenwagen, bzw. dem Besensegway.

Dann ging es los, ein lauter Knall signalisierte den Start. Schon im Start-/Zielbereich merkte ich, dass ich scheinbar nicht der langsamste bin und konnte schon wenige überholen. Nun ging es aber erstmal die 6 Etagen das Parkhaus hoch. Bei den ersten Etagen hatte ich immer eine halbe Etage Vorsprung auf den Schluss, das versuchte ich zu halten. Nun machte sich der Becher Isogetränk bemerkbar, denn dieser drückte ordentlich auf die Blase.

Den ganzen Aufstieg über hörte man ein getrommel, welches mit jeder halben Etage lauter wurde. Kurz bevor man ganz oben angekommen war kam auch der Grund zum Vorschein: Eine Sambagruppe trommelte mit voller Lautstärke durchgehend einen motivierenden Beat. Durch die Akustik im Parkhaus ein unbeschreibliches Gefühl, welches nochmal ordentlich gepusht hat. Dann war es geschafft: Ich war das erste mal oben angekommen, jetzt nur wieder alles runter und die erste Runde von drei war geschafft.

Zwischenzeitlich schaute ich auch immer mal auf meine GPS-Uhr, um zu überprüfen ob ich die korrekte Geschwindigkeit laufe. Das war allerdings ein Problem: Beim Training unter freiem Himmel meldete mir meine Uhr immer die korrekte Pace, im Parkhaus hatte ich keinen GPS Empfang und somit keine Pace. Ich musste also nach Gefühl laufen.

Als ich das erste mal über Start-/Ziel kam dann der Blick auf die Uhr: 9:40. Ohje, wenn das mal nicht zu schnell war und mir hintenraus die Kraft fehlt. Aber nicht weiter drüber nachdenken, erstmal wieder hoch… So auf der Mitte legte ich eine erste kurze Gehpause ein. Die hatte ich ja eingeplant. Weiter ging es und am Ende der zweiten Runde stand irgendetwas mit 19 Minuten auf der Uhr, also über zwei Minuten schneller als geplant. Zum letzten mal vorbei an der Cheerleadern, die auf der Start-/Zielgeraden standen und wirklich jeden bejubelten wie einen Weltmeister, und natürlich auch zum letzten mal vorbei an meiner Familie.

In Runde drei legte ich auch meine zweite, geplante Gehpause ein und dann ging es in den Endspurt. Als ich um die letzte Kurve lief und auf die Zielgerade abbog sah ich meine Zeit: 29 Minuten! Mehr als fünf Minuten schneller als geplant, krass!

Zum Schluss stand eine Zeit von 29:33min und eine Nettozeit von 29:26min auf der Urkunde, was einen 8.Platz in der Altersklasse und 76. Platz Gesamtwertung der Männer bedeutet. Ich bin absolut zufrieden und glücklich!

Alles in allem war es für mich eine super Veranstaltung und absolut gelungen! Jeder Streckenposten hat angefeuert, die Stimmung war insgesamt klasse und so Sachen wie die Sambagruppe oder die Cheerleader rundeten den Event ab. Danke an dieser stelle nochmal für das ganze Orgateam und alle beteiligten Helfer und auch an meine Familie für die Unterstützung.

Mir hat es so gut gefallen und Spaß gemacht, dass ich schon den nächsten Laufevent plane.

 

 

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