Mein erstes mal: Bike 2 work

Mein normaler Weg zur Arbeit ist einfache Strecke etwas mehr als 40km lang. Ehrlich gesagt hatte ich schon immer mal Lust diesen Weg mit dem Fahrrad zu absolvieren, jedoch kam immer etwas dazwischen oder ich habe mich nicht getraut. Ein Weiteres Problem: In der Regel fange ich zwischen 6.30 und 7.00 Uhr an zu arbeiten. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h müsste ich also gegen 4 Uhr los fahren. Uff. Dazu kommt noch: Auf dem Hinweg geht es hoch… Der Weg führt durch Sprockhövel und Wuppertal nach Remscheid. Also das Bergische Land. Trotzdem habe ich es letzten Monat gewagt und möchte nun berichten.

Die Rahmenbedingungen sind also geklärt, die Strecke schon lange geplant und auch auf den Garmin übertragen. An diesem Dienstag wollte ich erst um 8 Uhr anfangen zu arbeiten, da ich eh bis 17 Uhr im Büro sein musste. Passte also alles ganz gut. So ging es dann um 6 Uhr los, mitten in der Dunkelheit. Ich überlegte vorher natürlich, ob ich lieber das Trekkingrad oder das Fitnessbike nehmen solle. Ich entschied mich für das Fitnessrad, da es doch etwas leichter läuft, schließlich warteten rund 85-90km auf mich und ich werde jede Reserve brauchen. Es war das erste mal, dass ich eine solche Leistung an einem Tag gefahren bin.

Das erste Stück durch Hattingen und dort auf die Glückauf-Trasse in Richtung Sprockhövel ist mir bestens bekannt – diese Strecke bin ich schon sehr oft gefahren. So störte mich auch die Dunkelheit nicht. Kurz nach Sprockhövel wurde es dann auch schon heller, wie schön in den Sonnenaufgang hinein zu fahren. Die ganze Trasse von Hattingen bis Wuppertal geht stetig bergauf, was man auch merkt. Die Steigung ist zwar moderat, aber immerhin absolviert man hier mehr als 150 Höhenmeter.

Ist man am Tunnel Schee angekommen, so geht es erstmal wieder bergab. Die Trasse ist nun auch asphaltiert und nennt sich Nordbahntrasse. Schon hatte ich auch den ehemaligen Haltepunkt Bracken erreicht. Dies war bisher mit dem Rad mein weitester Punkt auf dieser Trasse, auch wenn ich diese mal komplett durchfahren möchte. Den weiteren Verlauf war mir allerdings zu Fuß schon bekannt, hier war ich schon öfters Laufen. Auf Höhe der Dolinen habe ich die Trasse verlassen und bin abwärts nach Wuppertal gerollt. Schöne Landschaft:

Leider hielt das so nicht lange an und ich steckte mitten im Berufsverkehr in Wuppertal. Als ich diesen durchquert hatte ging es Richtung Beyenburg, bevor ich kurz vor dem Marscheider Bach (Achtung, Wortspiel!) über die Wupper bin und dann diesem Bach folgte, bis ich schon fast in Remscheid-Lüttringhausen angekommen bin. Natürlich ging es hier auch wieder schön nach oben und ich legte eine Pause ein um einen Nuss-Frucht-Riegel zu mir zu nehmen. Meine Beine merkte ich schon ganz schön.

Jetzt musste ich „nur“ noch nach Lennep und dann nach Remscheid-Süd. Ich nahm etliche Seitenstraßen, da ich die vollen Hauptstraßen um diese Uhrzeit meiden wollte. Ab Lennep ging es dann wieder angenehm über die Balkantrasse weiter. Als ich diese auf Höhe der Neuenkamper Straße verlassen hatte ging es das restliche Stück wieder über Nebenstraßen – Zum Glück größtenteils bergab, so konnte ich mich dann auch die letzten Meter auf die Arbeit rollen lassen. Ankunft war um kurz nach 8 Uhr, also fast wie geplant. Alles im grünen Bereich. Am Vortag hatte ich bereits Wechselsachen (und für die Rückfahrt auch kurze Sachen) im Büro gebunkert, so dass ich keinen Rucksack zu tragen hatte. Letztendlich waren es 43,6km mit knapp 500 HM bei einer reinen Fahrzeit von etwas mehr als 2 Stunden:

Zum Glück hatte ich jetzt erstmal 8 Stunden Ruhe, bevor es gegen 17 Uhr genau den gleichen Weg wieder zurück gehen sollte. Während der Arbeit versuchte ich meinen Schwiegervater dazu ermutigen, mir auf dem Rückweg etwas entgegen zu kommen, damit wir die letzten Meter zusammen hätten fahren können – Dieser wollte aber nicht,a lso musste ich wieder alles allein abfahren.

Da es dann aber direkt auch wieder bergauf ging dachte ich sofort: „Ohje, da wird mich was erwarten“. Aber alles lief super und auf dem Rückweg fand ich das Marscheider Bachtal nochmals viel schöner als am morgen – vermutlich hatte ich einfach mehr Zeit zum genießen.

Eine wirklich schöne Gegend! Danach dann nochmals wieder durch Wuppertal und schon war ich wieder auf meiner Trasse und wusste, es geht nun fast nur noch bergab, zumindest bis auf das letzte Stück zu mir hoch, aber diese Steigung habe ich immer vor mir.

Da ich eine andere Zufahrt zur Nordbahntrasse gewählt habe, die nicht ganz so steil ist, waren es auch etwas mehr an Kilometern, aber zum Glück weniger Höhenmeter:

Das ganze bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,1km/h, da bin ich mehr als zufrieden.

Zusammengefasst war es ein toller Tag mit vielen Erlebnissen. Es war auch sicherlich nicht mein letztes mal. Vielleicht gehe ich das ganze auch mal mit dem Trekkingrad an 🙂

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