Bestellung bei Canyon: Roadlite AL 5.0

In diesem Beitrag möchte ich mal etwas über meine Erfahrungen mit einer Bestellung bei Canyon berichten. Es war mein erstes Bike aus dem Internet, jedoch hatte ich schon einiges über Canyon gehört und wollte mir selbst ein Bild machen. Bei der Sparbuchaktion hattee ich nämlich ein für mich vielleicht perfektes Rad zu einem guten Preis  gefunden.

Nachdem mir klar war, dass ich das Bike ordern wollte, war mir noch nicht klar welche Rahmengröße ich nehmen soll. Es gibt XS, S, M, L, XL und 2XL. Laut den Angaben zu Größe und Sitzhöhe etc. liege ich genau zwischen S und M. Ich habe ja eh einen komischen Körperbau mit meinen kurzen Beinen, dem langen Oberkörper und den verhältnismäßig kurzen Armen. Ich dachte mir ich nutze mal die Chance und probiere den Support-Chat. Man sagte mir, dass die kleinere Größe, also S, besser sei, weil durch die kurzen Beine ich bei M kaum den Sattel ausgezogen bekomme. Ich war etwas skeptisch die zweitkleinste Größe zu bestellen, aber ich vertraute mal und dachte mir, wenn es nicht passt, geht das Bike eben wieder zurück.

Also habe ich am Freitag den 23.09.2016 bestellt und erhoffte mir eine schnelle Lieferung. Schließlich war das Bike „Auf Lager“ und angeblich sind diese Bikes ja in 2-5 Tagen versandfertig.

Dienstag kam dann die offizielle Auftragsbestätigung mit voraussichtlichem Versanddatum… Ich staunte nicht schlecht, angeblich soll das Bike zwischen dem 10. und 14.10. verschickt werden! Also ca. 2-3 Wochen nach Bestellung. Ich schrieb bei Twitter mal Canyon an und scheinbar haben die den Support in sozialen Netzwerken verstanden. Der Mitarbeiter sagte mir das Canyon immer einen Puffer aufrechnet und somit dieses Versanddatum zustande kommt. Er glaubt aber, dass das Bike in dieser Woche noch verschickt wird. Ich war mir erst nicht sicher ob ich dem glauben kann, oder ob mich der Mitarbeiter nur vertrösten wollte.

Mittwochs kam dann erneut eine E-Mail, die sogenannte „High Five“-Mail. Wer schonmal bei Canyon bestellt hat, weiß um was es geht: Die Versandbestätigung. Super, schließlich stand ein langes Wochenende an und so konnte ich hoffen, dass das Bike vorher noch kommt. Mittwochs wurde das Bike dann auch schon im Startpaketzentrum bearbeitet. Donnerstags passierte allerdings erstmal nichts, dafür in der Nacht zum Freitag: Zielpaketzentrum! Und dann morgens der neue Status: In Zustellung! Jaaaaa! Voller Vorfreude wartete ich auf das Paket und dann kam es. Da ich es mir mal wieder auf die Arbeit liefern lies, musste ich nur noch bis Feierabend warten…

Alles in allem kann man an dem Bestellprozess nichts aussetzen und auch die Lieferung innerhalb einer Woche finde ich ok. Zuhause ging es dann erstmal ins Schlafzimmer und der Karton wurde geöffnet: „Welcome to a community of passionate cyclists.“. Gut verpackt war das ganze ja. Ok, dafür habe ich den Karton, den „Bike-Guard“ ja auch bezahlen müssen. Ich entnahm als erstes den Karton mit den Kleinteilen „Now it’s your turn – go riding!“ Ok, wird gemacht, aber erstmal zusammenbauen, ok?

In der Kleinteilebox befanden sich die Plattform-Pedale, der Canyon Drehmomentschlüssel, eine schicke Mappe und ein Beutel mit Anleitungen und einem Reflektorset. Witzig, ich dachte mir noch „Warum ist die Mappe so schwer?“. Da war die Hauptanleitung drinnen. Und wer jemals schonmal dachte bei einem elektronischem Gerät wäre eine sehr umfangreiche Anleitung dabei gewesen:

Ok, da kann ich erstmal lesen und nebenbei das Bike aufbauen. Viel ist es ja nicht: Den Lenker in den Vorbau schrauben, das Vorderrad einbauen und den Sattel rein. Klaro, die Pedale dürfen hier nicht fehlen. Hier habe ich die Klickpedale (PD-M520) vom Hardtail verwendet. Rein optisch fand ich es noch viel geiler als auf der Webseite. Die Farben sind so geil und leuchten. Im Vorfeld hatte ich mir schonmal zwei Elite-Flaschenhalter in orange besorgt. Diese wurden jetzt auch montiert. Dazu dann noch schnell Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensoren für den Garmin Edge montieren und dann kanns losgehen?

Denkste! Erstes und einziges Problem: Die Vorderbremse. Die Scheibe schliff durchgehend. Also schnell die Bremse nochmal neu ausgerichtet, Luftdruck geprüft und die Klamotten rausgesucht.

Umgezogen ging es auf die erste Ausfahrt. Ich war total begeistert. Das Bike fährt sich genau so, wie ich es mir vorgestellt und erhofft habe. Also alles richtig gemacht. Auch die Rahmengröße ist gut. Ein „M“ wäre mir vermutlich zu groß gewesen.

Meine erste Runde ging zum Kemnader See und um diesen rum. Erstaunlich, so bin ich gefühlt gemütlich gefahren, trotzdem hatte ich einen ordentlichen Schnitt. Es war auch nicht selten, da habe ich mal auf den Tacho gesehen und habe mich gewundert, wie schnell ich doch war.

UPDATE 2018

Mittlerweile bin ich nun seit über zwei Jahren auf dem Rad unterwegs und wir haben über 4500km absolviert – Alles ohne nennenswerte Defekte. Selbst die erste Kette und Kassette sind noch drauf, was sich aber demnächst ändern wird, denn so langsam wird es Zeit. Es sind aber Verschleißteile, daher vollkommen ok. Ich habe viele schöne Stunden auf diesem Bike verbracht und bereue den Kauf kein Stück. Mal wieder alles richtig gemacht 🙂

Normalerweile rüste ich auch gerne mal meine Bikes auf, aber bei diesem habe ich nicht viel geändert, weile s einfach nicht nötig war. Die Sattelstütze habe ich auf Grund des Komforts gegen eine aus Carbon getauscht, die Bremsen wurden auf Deore upgegradet, allerdings wirklich nur, weil ich immer gerne Reserven habe. Dazu noch andere Griffe und das wars auch schon.

Nachfolgend noch ein paar Fotos von dem Bike:

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