Testbericht: Quechua Air Seconds Family 4.1 XL Zelt

Nachdem ich das Zelt von Decathlon bereits in einem vorherigen Beitrag vorgestellt hatte, kam es am letzten Wochenende endlich mal zum Einsatz. Nun kann ich auch einen etwas ausführlicheren Testbericht dazu schreiben, und das Zelt in manchen Punkten auch mit dem Adventuridge 5-Personen Zelt von Aldi aus dem letzten Jahr vergleichen.

Gespannt packte ich also letzten Freitag das Zelt ins Auto und freute mich schon sehr auf das Campingwochenende mit meinem 4-Jährigen Sohn. Da ich das Zelt vorher nicht zur Probe aufgebaut hatte, habe ich sicherheitshalber das Adventuridge-Zelt auch ins Auto gepackt. Man weiß ja nie, was ist wenn eine Luftkammer evtl. ein Produktionsfehler hat und undicht ist?

Auf dem Campingplatz angekommen ging es auch direkt an den Aufbau. Hierzu ist eine bebilderte Anleitung in die Zelttasche eingenäht und es gibt auch zusätzlich ein Video auf der Decathlon-Seite und auch bei YouTube. Zunächst wurde das Zelt aus der Tasche geholt, ausgerollt und ausgebreitet. Da hatte ich gute Unterstützung von meinem Sohn. Anschließend wurde das Zelt mit den vier äußersten Heringen fixiert. Hier habe ich allerdings nicht die mitgelieferten genommen, sondern dreieckige, die ich zum einen aus einem Zeltzubehörset von Action und zum anderen von Obelink hatte. Die von Obelink kann ich auch wirklich empfehlen.

Jetzt wurde es spannend… Geht das Aufpumpen auch so einfach wie im Video? Geht es auch so schnell? Wurde im Video evtl. etwas geschnitten / mit dem Zeitraffer gespielt? NEIN! Es geht wirklich schnell und einfach. Der Anfang von jeder der drei Kammern konnte selbst mein Sohn noch pumpen. Den Schluss, also das pumpen auf 0,5 bar habe ich dann jeweils übernommen. Und taadaaa, schon steht das Zelt.

Noch schnell die drei Säulen ausrichten und ebenfalls im Boden verankern. Wir haben uns nicht beeilt, waren aber in ca. 15 Minuten soweit fertig, dass nur noch die Abspannseile fehlten. Diese waren dann auch schnell befestigt und wir konnten unser Zelt beziehen.

Dieser Punkt spricht ganz klar für das Decathlon-Zelt. Der Aufbau benötigte nur ca. ein viertel der Zeit vom Aldi-Zelt und kostet kaum Kraft. Es macht sogar Spaß. Da vieles gut durchdacht ist, sollte es eigentlich wirklich jeder schaffen. Der „Teppich“ im Vorzelt ist übrigens eine Picknickdecke mit den Maßen 2m x 2m, die eigentlich sehr gut in den Vorraum passt. Sie ist auf der Oberseite sehr weich und hat unten eine Thermoschicht, was warme Füße bringt 🙂 Ich hatte diese mal bei Aldi Süd für nen 10er mitgenommen.

Die Schlafkammer ist ausreichend groß für mindestens drei erwachsene Personen, ob es mit vier noch so bequem ist, muss jeder selbst entscheiden. Passen würde es aber auch auf jeden Fall. In der Schlafkammer sind auch noch zwei Taschen eingenäht, in denen Brille, Smartphone etc. Platz finden. Zwei solcher Taschen gibt es auch im Vorraum nochmal. Zudem ist im Vorraum auf der rechten Seite ein Plastikfenster, durch das viel Licht ins Zelt kommt. Auf der linken Seite findet man ein Moskitonetz, so dass hier ebenfalls Licht und auch Luft ins Vorzelt kommt. Die wichtigste Belüftung befindet sich allerdings an der Decke. Diese Hochentlüftung merkt man sehr. Generell würde ich sagen, dass das Zelt auch thermisch dem Adventuridge-Zelt überlegen ist. Gefühlt war es drinnen deutlich angenehmer und jederzeit gut auszuhalten, obwohl das Zelt in der Sonne stand. Die Schlafkammer war aber stets nochmal wärmer, aber bis wir schlafen gegangen sind, hatte auch diese deutlich an Temperatur verloren.

Normal wird bei dem Zelt die Tür nach oben gerollt. Ich habe dies etwas modifiziert, in dem ich die Vorzeltstangen vom Aldi-Zelt genommen habe und somit zusammen mit Abspannleinen ein Sonnendach entstand. Cool, ich finds klasse. So hatte man etwas Sonnenschutz auch vor dem Zelt.

Nun noch ein paar Worte zum Abbau: Dieser geht ähnlich schnell wie der Aufbau. Wenn man sich an die Faltanleitung in der Packtasche hält, passt auch alles ohne Probleme wieder in die Tasche. Ich habe sogar die Pumpe noch ohne Probleme auf die Tasche gebunden bekommen. In ca. 15 Minuten war der ganze Abbau inkl. entfernen der Heringe etc. erledigt. Klasse!

Als Fazit bekommt dieses Zelt eine klare Kaufempfehlung. Der Platz ist sehr großzügig bemessen und auch sinnvoller nutzbar als beim Aldi-Zelt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass das Zelt das doppelte kostet, jedoch finde ich ist es jeden Euro wert. Die Zeit- und Kraftersparnis bei diesem aufblasbaren Zelt sind einfach nicht zu verachten und bringen einen gemütlich zum Camping. Ein kleiner Tipp, welcher sich als sehr nützlich erwies: Im Vorzelt ist oben zur Stabilisierung eine Stange, welche sich auch prima für kleinere Sachen als Wäscheleine benutzen lässt:

Linksammlung:

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Ich habe das Zelt als normaler Kunde zum normalen Preis gekauft und bekomme auch sonst keine Ermäßigungen oder Vorteile von Quechua bzw. Decathlon. Ebenso spiegelt dieser Beitrag auch nur meine eigene Meinung wieder, auf die niemand Einfluss hat.

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4 Gedanken zu „Testbericht: Quechua Air Seconds Family 4.1 XL Zelt“

  1. Hallo.
    Ich interessiere mich sehr für das Zelt. Ich bin Singlemama mit Kleinkind und möchte es gerne für die nächsten Urlaube nutzen. Der einfache und schnelle Aufbau reizt mich da natürlich sehr.
    Wie sieht denn die Wasserdurchlässigkeit des Zeltes aus?
    Mit 2000mm Wassersäule ist das ja eher im unteren Bereich?
    Und wie sieht die Stabilität bei Wind aus?
    Würde das Zelt zb einem Unwetter bestehen?
    Vielleicht hast du ja dazu noch ein paar Erfahrungen sammeln können 😊

    Liebe Grüße Nina

    1. Hallo,
      leider kann ich zu diesem Punkt noch keine genaue Aussage tätigen, da es bisher (zum Glück) lediglich einmal für ca. 2-3 Stunden leicht geregnet hat. Da war allerdings alles dicht und trocken, wäre aber auch schlimm wenn nicht. Ich finde es allerdings generell schwierig die Dichtigkeit anhand der Wassersäule zu vergleichen, zumindest im unteren Preisbereich. Ich hatte z.B. auch mal ein Wurfwelt von Decathlon, das angeblich auch nur ne 2000er Säule hatte. Bei einer mehrtägigen Pfingstveranstaltung hatte es aber trotz durchgehendem Regen / Gewitter / Unwetter dicht gehalten, während einige meiner Zeltnachbarn mit angeblich höherer Wassersäule schon „geschwommen“ sind.

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