Bau einer Rampe für RC-Cars

Da wir mittlerweile einige RC-Cars aus dem Offroad-Breich besitzen, kam bei uns der Wunsch auf, eine kleine Rampe oder Sprungschanze für diese Autos zu bauen, um einfach etwas Spaß zu haben. Das ganze sollte recht günstig und zum Großteil aus Reststücken gebaut werden. 

Also erstmal eine Zeichnung im Kopf haben und zusammenfassen was wir brauchen: dünnes Sperrholz als Oberfläche, zwei Bretter als Seitenstabilisierung und einiges an Material als Querstreben. Sperrholz in 4mm hatte ich noch als – für den Schiffsmodellbau – unbrauchbaren (da verzogen) Rest, Querstreben hatte ich noch Rundhölzer aus dem „Babybeistellbett-Projekt“ übrig. Dazu noch Vierkantmaterial, in das man auch mal die eine oder andere Schrauben jagen kann und die Seitenwände fehlten. Also ab zum Baumarkt. Hier fand ich zwei OSB-Platten Reste vom Holzzuschnitt – gratis zum mitnehmen. Perfekt, die werden es. Dazu eine Latte für 0,79 Euro in ca. 50x28mm. Reicht auch.

Die Breite der Rampe war quasi durch die Länge der Rundstäbe vorgegeben, sie wird also rund 65cm breit. Also etwas mit der Tiefe, dem Radius der Schrägen und der Höhe gespielt und schon hatte ich die Seitenteile auf dem OSB gezeichnet. Mit der Stichsäge wurden diese ausgesägt, ebenso wurde das Vierkantmaterial auf gleiche Länge wie die Rundstäbe gebracht….

Die Vierkantstäbe sollen ganz oben und etwa in der Mitte sitzen, da dort die Biegung der Sperrholzplatte am größten ist. Schließlich soll diese dort verschraubt werden. Nun wurde auch viel geschraubt. Zunächst die Querträger mit den Seitenteilen, so dass man schonmal das Grundgestell hat. Auf dieses wurde im Anschluss die Sperrholzplatte geschraubt und ich musste feststellen, dass ich mich vertan hatte, denn die Sperrholzplatte war zu schmal. So schraubte ich diese oben bündig fest. den unteren Rest verschloss ich dann mit einem Kiefer und einem Balsabrettchen.

Theoretisch ist jetzt die Rampe fertig und ich habe eine Testfahrt gemacht. Der WInkel und Radius stellte sich als gut heraus, wobei der Sprung eher in die Höhe als in die Länge geht. Toll, mit dem Traxxas Rustler lassen sich coole Backflips machen.

Ich wollte die Rampe aber noch etwas stabilisieren. Zum einen, damit diese auch etwas beständiger gegen Feuchtigkeit ist, zum anderen um das Teilstück aus Balsa und Kiefer besser zu integrieren. Wer Balsa kennt weiß auch, dass es sich um einen sehr empfindlichen Werkstoff handelt. Um Stabilität rein zu bringen wollte ich die Rampe mit Epoxidharz und einer Glasfasermatte verstärken. Das ganze sollte auch etwas an Lerneffekt haben, da ich noch nie eine so große Fläche mit Epoxy und einer Glasfasermatte bearbeitet hatte. Durch die Struktur der Matte ist die Rampe nun auch noch etwas rauer geworden, was nicht schadet.

Insgesamt bin ich mit der Resteverwertung und dem Einsatz der 0,79 Euro sehr zufrieden und die Rampe ist leicht zu transportieren und wir hatten schon jede Menge Spaß mit dieser.

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Ein Gedanke zu „Bau einer Rampe für RC-Cars“

  1. Schönes Projekt. Hast du zufällig noch die Maße und den Radius der Seitenteile? Möchte mich auch als Rampenbauer versuchen 😉 und nicht unbedingt mit dem Radius rumexperimentieren.

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